Archiv für März 2010

31
Mrz
10

Für Ungeduldige

Selbst für das schwierigste Problem gibt es eine schnelle Lösung:

Das war jetzt das Wort zum 1. April – lassen Sie sich nicht verarschen, und nach Ostern lesen wir uns wieder in alter Frische! 🙂

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31
Mrz
10

Tübinger allgemeine Rhetorik

Goethe redet übers Reden,
der Stammtisch übers Harnen

„Je mehr ich darüber nachdenke, es ist etwas so Unnützes, so Müßiges, ich möchte fast sagen Geckenhaftes im Reden, daß man vor dem stillen Ernste der Natur und ihrem Schweigen erschrickt, sobald man sich ihr vor einer einsamen Felsenwand oder in der Einöde eines alten Berges gesammelt entgegenstellt und sehr lange und bedächtig sein Wasser abschlägt!“

Das Zitat des alten Goethe hat zwei Vorteile. 1. kann es das Seminar für Allgemeine Rhetorik auf sich beziehen. 2. passt es sehr gut zur „1. Tübinger Urinale“, die sich am Samstag, den 8. Mai, in der Papstgaststätte (Europaplatz) vollziehen wird.

31
Mrz
10

Ein Rätsel mit Lösung

Fürstbischöfliches Büßen

Worin unterscheidet sich die benachbarte Bischofsstadt
von der Fläche zwischen Bahnhof und Unistadt Tübingen ab AOK?

In Rottenburg tut man Buße, auf dem Tübinger Europaplatz
tut man Bushaltestelle. (Friedrich Ruprecht Olpp)

31
Mrz
10

Goethe und die Kirche

Betastungen

Zur aktuellen Debatte um klerikale Hosenladenöffner nimmt Johann Wolfgang Goethe mit den Worten Stellung:

Die Kirche schwächt alles, was sie anrührt.

30
Mrz
10

des pudels c.e.r.n.

Der Stammtisch Unser Huhn ist mit dem C.E.R.N. in einer kritischen Hassliebe verbunden. Zum einen warnt unser Otto (R.) die Welt vor den eventuell tödlichen Folgen, wenn im C.E.R.N. bei den hochenergetischen Kollisionen eventuell schwarze Löcher entstehen und die theoretische Hoffnung, dass sie sich wieder auflösen (Hawking) peinlicherweise falsch wäre. Auf der anderen Seite haben wir Journalisten unter uns, die furchtlos von ihrer eigenen Hinrichtung berichten würden, bis ihnen die Stimme bricht. Und dieser (Ulrich S.) ist heute zum wissenschaftlichen Knall hingefahren, um mit den eigenen Sinnen zu erleben, wie die erste 7 TeV-Kollision abläuft. Von der Front erreichte uns seine Email: „Hi Hajo! Sie haben es geschafft, heute mittag 13 Uhr, 7 Tera-e-volt, Der Antichrist kommt!!!!!! und ich war dabei. fantastisch, nicht????“. Der S.U.H. hört da schon heraus: „Hi Hajo! Die Titanic hat es geschafft, eben Kontakt mit einem Eisberg, der Unsinkbarkeitstest läuft!!!! und ich war dabei, fantastisch, nicht???“. oder doch anders?

30
Mrz
10

Aus der Tierwelt

Von den Schafen
Was hörte der Stammtisch Unser Huhn heute früh zum Frühstück im SWR2?:„… etwa 8% der weltweit bis zu 2 Milliarden Schafe sind homosexuell“ und erinnerte sich, dass Goethe (J.W.) Schafe nicht mochte. :-%

Goethe von hinten als Kunstblume und Mensch“ hieß ein Büchlein des Stammtischs Unser Huhn, der seit vielen Jahren bei seinen Sitzungen vor Eintritt in die Tagesordnung denselben ins Ehrenpräsidium wählt, jeweils abwechselnd an einem Dienstag als Kunstblume, am nächsten als Mensch. Goethe war einer größten Zurückweiser in der gesamten Weltgeschichte. Er mochte etwa Beutel nicht und forderte: „Die Frauenzimmer sollten ihre kleinen Beutel beiseite legen.“ Auch „die neumodische Art, bei langen Unterkleidern die Hand in den Latz zu stecken,“ sei gänzlich zu unterlassen. Auch die Schafe machten ihm zu schaffen: „Mir wird immer bange, wenn ich diese Tiere ansehe. Das Beschränkte, Dumpfe, Träumende, Gähnende ihres Zustandes zieht mich in das Mitgefühl desselben hinein; man fürchtet, zum Tier zu werden.“ Wir schließen uns dem schafbezüglichen Urteil eher an, nehmen aber die acht Prozent schwuler Schafe vorerst mal aus. Zugegeben unbekannterweise.

Goethe geht übrigens noch weiter gegen die Schafwelt vor: „Der Wolf im Schafspelz ist weniger gefährlich als das Schaf in irgendeinem Pelze, wo man es für mehr als ein Schöps nimmt.“ Der Schöps ist ein verschnittener Schafbock, Goethe meint einen dummen Menschen. Wie sie merkwürdig oft in Kabinetten, Parteivorständen und Gemeinderäten sitzen. Eigentlich überall.

30
Mrz
10

Fürstliche Geißelung

Rottenburger Bischof legt Buß-Chrisam auf

Der Stammtisch Unser Huhn entnimmt der Zeitung, dass am Montag Gebhard Bischof Fürst und 150 Priester bei der Chrisam-Weihe eine Runde Missbrauchsbuße einlegten. Mit erheblichen Quanten Trauer, Scham, Schuld, Mitgefühl, Abscheu, Sünde, Bimbam überhaupt. Wie man es halt so tut, wenn man mal richtig ertappt worden ist. Gebhard Bischof Fürst fordert eine „christliche Kultur der Achtsamkeit“. Auf daß nichts „Unheiles“ mehr in die Welt gebracht werde. Schade eigentlich, dass es nur bei Worten blieb. Das wär ein schönes Photographiermotiv geworden, wenn die Herren auch noch handgreiflich gegen sich selber geworden wären und zur Geißel gegriffen hätten. In den Beständen des Diözesanmuseums lagern ja sicherlich genug der heilsamen Instrumente.

Na, zur Buße-Tuung liefert jedenfalls Goethes „Faust“
die Begleitreime:
Niemand soll ins Kloster gehen,
Als er sei denn wohlversehn
Mit gehörigem Sündenvorrat,
Damit es ihm so früh als spat
Nicht mög‘ an Vergnügen fehlen,
Sich mit Reue durchzuquälen.