Archiv für Januar 2011

31
Jan
11

Zum ollen Hermann Hesse

Der Revolver, zu dem es nie kam..

Hermann Hesse hat ein gesegnetes Uralter erreicht
und endete friedlich im Bette als knarrender Ast.
Zeitlebens war er ein recht harmloser Schwabe,
der sich aber oft als Schweizer aufspielen wollte,
wie Alfred Kerr sagte.
Heute wissen wir: Mindestens 90 Prozent des Werkes,
das er sich abzapfte, wären gar nicht nötig gewesen.
Da stellt sich dringend die Frage:
Warum hat die Familie Hesse damals
den Wunsch ihres Sohnes nicht erfüllt?
Er verlangte in einem Brief aus der Irrenanstalt
sieben Mark oder gleich einen Revolver.
Was wäre gewesen, wenn die Familie
sie ihm damals bewilligt hätte,
die sieben Mark?
Oder eben gleich den Revolver geschickt?
Dann hätte Hermännchen vielleicht
den Revolver in die Hand genommen und zum Revolver gesagt:
Ach küsse mich, Spielzeug in meiner Hand
mit dem schwarzen Kuss deines Mundes!
Aber nein, das stammt ja von Ivan Goll
und wir glauben, Hesse hat nie so einen schönen Satz hinbekommen.
der arme Hesse, der strebsame Hesse.

Man fragt sich angesichts dieser Tatsachen,
warum sich Rainald Goetz damals
beim Literaturwettbewerb in Klagenfurt nicht gleich
mit einem Skalpell die Schädeldecke
insgesamt aufgeschnitten und abgenommen hat,
warum er nicht sein Gehirn herausgenommen hat
und warum er den grauen Klumpen nicht
den Juroren vor die Füße geworfen hat?
Und wann sind eigentlich die Augenbrauen
von Martin Walser so lang gewachsen
wie die Zöpfe von der Trude,
der Tochter vom Oberförster Poelzig, die sich
im Liebeskummer damit strangulierte.
Aber Martin Walser denkt vermutlich gar nicht daran,
sich freiwillig als abgängig zu melden.

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30
Jan
11

Aus dem Traumbezirk des Stammtischs Unser Huhn

Sind es Säuferträume?

Vor Jahren tauchte in unseren Albträumen Herta Däubler-Gremlin auf, es war immer derselbe Traum. Sie kam rein in die Gaststätte, wo der Stammtisch Unser Huhn, stellte sich vor unserem Tisch in Positur, nahm ihre Perücke ab und versuchte, die Alt-Arien aus Bachs Matthäus-Passion zu singen, während sie den Mund voll Quittenspeck hatte, ihrer Lieblingsspeise.
Nun gut. Wir hatten uns fast daran gewöhnt. Das war recht harmlos.

Mittlerweile wurde sie aber abgelöst von Annette Widmann-Mauz, der CDU-Bundestagsabgeordneten, die hinterlistig unsere Traum sich einschleicht, ein endloses Grußwort von einer Dreiviertelstunde spricht und in jedem Satz kommt das Wort „Ahgahschma der Bürger“ vor. Anette Widmann-Mauz ist stolz darauf, Deutsche zu sein und kann deshalb das Wort nicht richtig aussprechen. Allein das Wort „Ahgahschma“ könnte einen in den tiefen Abgrund treiben.
Zeitweise kam es knüppeldick: geraume Zeit drängte sich OB Brigitte Russ-Scherer ungebeten in unser nächtliches Leben. Sie stand im Traum an der Ecke der Neckargasse, hielt den Mantel auf und uns für potente Geldgeber. Fragte us und überhaupt die Vorübergehenden: „Brauchst Du ein eigenes Gewerbegebiet?“

Und Hilfe, schon lange auch entblößt sich die stellvertretende CDU-Vorsitzende und Bundesbildungsministerin Annette Schavan in unseren Träumen. Neulich winkte sie uns vom Balkon aus mit ihrem Büstenhalter zu, krächzte „Ruft an!“ und zeigte uns ihre Zunge, wie die Weiber in der Fernsehwerbung auf dem Sportkanal. Wir waren Briefträger, sie öffnete uns im Morgenmantel die Tür, streckte uns ein scheußliches nacktes Bein entgegen, wollte uns in ihre Behausung zerren, um sich an unschuldige Geistern zu vergehen und niedrigste Gelüste zu befriedigen.

Petra Roth hat ihr Erscheinen angekündigt, Silvana Koch-Mehrin, Frau von und zu Guttenberg und Julia Klöckner wollen vorbeischauen.

Unsere Traumwelt ist voll mit Schrullen, Schnallen, Schnatzen, Schwatznudeln, Schrapnellen, Schrecklassnach-Zicken, SchrummSchrumm-Nervensägen, Schabracken und Schindluder – womit haben wir das verdient?


29
Jan
11

FDP-Strauchdiebe unter sich

Fährt Jürgen W. Möllemann sein Geist in die Homburgersche hinein?

„Wenn ich tot bin, mir soll mal einer mit Auferstehung oder so kommen: ich hau ihm eine rein!“ Donnerte noch Arno Schmidt. Anders sieht das die kranke FDP: „Kirche und FDP glauben an die Auferstehung.“ Sagte kürzlich der FDP-Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein, Jürgen Koppelin. Der Stammtisch Unser Huhn will bekanntlich in einer Séance den Geist von Jürgen W. Möllemann aufleben lassen. Vielleicht fährt er ja in den ungelenken Leib von Birgit Homburger hinein und bewegt sie zu tollkühnen Reden. Das wäre schön.

„Aber wir sagen auch“ (Tanja Gönner), an die Adresse der FDP gerichtet: Um aufzuerstehen muss man erst mal abkratzen. Der Stammtisch Unser Huhn leistet gerne Sterbehilfe.

PS.
Der kleinwüchsige Gottfried Keller, so scheint es uns, hat wohl die FDP schon vorausgeahnt. In einem Zweizeiler schrieb der Stammtischgänger: „Als Gegner achte, wer es sei!
Strauchdiebe aber sind keine Partei!“

28
Jan
11

Kabul-Bumserer

Der Schwammkopf der Grünen: Jürgen Trittin

Oliv-„Grünen“-Fraktionschef Jürgen Trittin, mit dem rechten Arm rudernder Vertreter „Deutschlands als kriegsführender Nation“ (C.Ströbele), hat heute laut Spiegel oinkline „die Linke“ „attackiert“ und gesagt: "Wer einen Einsatz der Nato und einer Reihe weiterer Staaten - darunter viele muslimische Staaten - auf der Basis eines Mandates der Vereinten Nationen in eins setzt mit Terroristen und Verbrechern, der hat den Schuss nun wirklich nicht gehört." Den Schuss? Das war doch nur ein Knallkopp!


28
Jan
11

Abtprimas Notker Wolf „analysiert schonungslos

Stammtisch Unser Huhn erfasst Kotzerei nach "Ketzerei"

Irgendwann haben wir gelesen, dass Abtprimas Notker Wolf, der für die Initiative Neue Soziale Markwirtschaft Werbung macht, ein Buch mit (natürlich) „ketzerischen“ Ansichten über Deutschland vorgelegt hat. Der Ober-Benediktiner hat es „Worauf warten wir?“ genannt. Es soll „eine schonungslose Analyse“ sein. Ach Gott, eine „schonungslose Analyse“. Wie viele „schonungslose Analysen“ haben wir ertragen müssen? Es gibt „schonungslose Analysen“ im Überfluss. Auf „schonungslose Analysen“ haben wir immer verzichtet und wollen wir fortan verzichten. Wir verstehen nicht, wie jemand hergehen kann und „schonungslose Analysen“ schreiben. Wo „schonungslose Analyse“ draufsteht, ist gewiss keine „schonungslose Analyse“ drin. Eines Tages, das haben wir uns für die Rentenzeit vorgenommen, unterziehen wir alle „schonungslosen Analysen“ einer schonungslosen Analyse.

Fixlaudon, dös wird lustig!



27
Jan
11

Gorch Fock und Käpt’n Martin Walser

Der Wasserburger Süßwassermatrose, Obama und KT

Es wurde übrigens „der in Tübingen studiert habende“ (C.Müller) Martin Walser zitiert in der Süddeutschen Zeitung vom 25. April 2009 mit den Worten: „Er hat das Zeug zu einem deutschen Obama.“ Gesagt hat er das mit dem „Er“ in der Illustrierten „Bunte“. Gemeint mit „Er“ war Kriegsminister Guttenberg. Ausgerechnet das spricht nun eher nicht gegen den "dafür nichts könnenden" (C.Müller) Kriegsminister G. Aber vorzüglich gegen Walser. Na, kein Wunder, das. Es gibt ja kaum etwas, das nicht gegen den Westerwelle-Wähler Walser spricht.

27
Jan
11

Wichtige Wegweiser-Mitteilung

Folget dem kalten Licht!

Die Papuas im Dschungel von Neuguinea markieren ihre Pfade mit Sporen eines Pilzes, des Pleurotus lampas. Wenn dieser groß geworden ist, gibt er ein kaltes grünliches Licht ab wie die Glühwürmchen und bildet Wegweiser in der Nacht. Diese Verfahrungsweise scheint dem Stammtisch Unser Huhn einleuchtend und für bestimmte Zwecke anwendbar.