Archiv für September 2011

30
Sep
11

Palmer zieht das kleine Grün-Schwarze an

Kalte Mauern, warme Fähnchen

Frau
Gesine Lötzsch, der wir ansonsten kaum zustimmen können, hat in der neuen Jungle world (29.9.2011) gesagt: „Mir sind Leute lieber, die einen Porsche fahren und im Bundestag gegen Hartz IV und Krieg stimmen, als Leute, die mit dem Fahrrad kommen und für Hartz IV und Krieg stimmen.“

Tübingens OB BP kommt immer mit dem Fahrrad, trägt einen krankblauen Klima-Konferenz-Anzug und hat gesagt: "Ich halte es für einen irrigen Kurzschluss, aus dem Berlin-Wahlkampf zu folgern, dass wir nur Schwarz-Grün ausschließen müssen und dann bessere Ergebnisse erzielen".

Warum? "Das mauert uns im linken Lager ein und verschlechtert unsere Aussichten, grüne Ziele zu erreichen, sogar mit Rot-Grün."

Ja, die Linken mauern eben gern, Mauern kalt und sprachlos, doch die Grünen lassen ihre deutschlandwarme Fahne gerne knattern in dem Wind, woher er weht.

Aber unsere Papstgaststätte will er plattmachen, unterstützt von den Geschäftsleuten des vollen Bio-Evangeliums im grünstichigen Erzbistum Tübingen.

Übrigens hat die Krawattostrophe Trittin in schnarrendem
Ton gestern im Bundestag gesagt:
„Deutschland muss wieder handeln!“

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29
Sep
11

Der „Euro-Rettungsschirm“

Abweichende Meinung

Ein Herr Schäffler (FDP) und einer namens Willsch (CDU) durften heute im Bundestag sagen, dass sie dagegen sind, weil der Bundestagspräsident es ihnen ausdrücklich erlaubte. "Diese Entscheidung halte ich für falsch", ärgerte sich nach der Abstimmung Unions-Fraktionschef Volker „ähäh“ Kauder. "Wenn alle reden, die eine von der Fraktion abweichende Meinung haben, dann bricht das System zusammen".

Was würde dem System widerfahren, wenn alle redeten, die überhaupt eine abweichende Meinung haben?

Wie? Man könnte bloß sein eigenes Wort nicht mehr verstehn?

29
Sep
11

Räuberhauptmann Ratzinger

Er kennt sich in den Schleichwegen aus

Ratzinger vulgo Papst Benedikt XVI. hat während seiner „geistreichen“, „hochphilosophischen“ oder wie auch immer gearteten Rede vor dem Bundestag einen Satz des heiligen Augustinus zitiert:

„Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande.“

Der Mann kennt sich da aus. Der Vatikanstaat war noch nie etwas anderes als die Versammlungshalle einer großen Räuberbande. Um es platt, aber gerecht zu sagen.

Dennoch laden wir ihn auf ein paar Weizenbierchen ein, für Samstag, den 22. Oktober, wenn wir auf dem Europaplatz die große Papstgaststättensause feiern. Dieselbe wird nämlich 50 Jahre alt.


27
Sep
11

Die Bibel und wir

Der Buchstabe in der Mitte

Früher gab es Theologen, die fielen über die Bibel her wie ein Gerichtsmediziner, der im verwesenden Leichnam die Maden zählt. Sie zerpflückten schonungslos jeden ihrer Sätze und jede ihrer Zeilen, sie nahmen sogar die Buchstaben unter ihre Lupe.

Es gab Gelehrte, die Monate und Jahre damit zubrachten, die heilige Schrift buchstabengetreu zu zerlegen. Anfang des 19. Jahrhunderts mühte sich besonders ein anglikanischer Theologe namens Thomas Horne, er schrieb das große Werk: „Introduction to the Critical Study and Knowledge of the Bible“, das in London 1818 erschien.

Seine Statistik:
Bücher im AT 39, im NT 27, zusammen 66
Kapitel im AT 929, im NT 260, zusammen 1189
Verse im AT 23 214, im NT 7959, zusammen 31 173
Worte im AT 593 493, im NT 181 253, zusammen 774 746

Das sind nun alles zusammen an Buchstaben:
im AT 2 728 100, im NT 838 380, macht zusammen 3 566 480.

Man notiere sich also bitte: Altes Testament und Neues Testament umfassen
3 566 480 Buchstaben.

Das gilt allerdings nur für den damals offiziellen englischen Text, den der Gelehrte heranzog, um ein für allemal der Ungewissheit ein Ende zu setzen.
Weitere Berechnungen, die Thomas Horne anstellte, bezogen sich auf die Stellung der einzelnen Kapitel:

Der siebente Vers des 21. Kapitel des Buches Esra enthält sämtliche Buchstaben des Alphabets, mit Ausnahme des J.

Jehova wird 6855 mal, der Herr 1855 erwähnt.

Und das Wörtchen „und“ kommt im Alten Testament 35 543 mal, im Neuen Testament 10 684 mal vor.

Der anglikanische Theologe hat allerdings zu berechnen vergessen, welcher Buchstabe genau in der Mitte der Bibel steht. Wir haben in angestrengter Zählerei auch das herausgefunden, es ist das ......

(hier bricht der Text leider ab)

 

 


26
Sep
11

Tübinger Bund des Gleichens

Dostojewski und der Stammtisch Unser Huhn

Hat nicht Dostojewski schon gesagt: „Die Welt des Gegenwartsmenschen ist verworren und der Platz begrenzt.“
Klingt nach Stammtisch Unser Huhn, der durch die harte Schule der Kirchenväter gedackelt ist. Dostojewski hatte laut Meyer-Gräfe eine grenzenlose Achtung vor dem Reich der Erscheinungen und fand alles, was er sah, interessanter als sich selbst.
Da hätte er glatt an unserem Tisch in der Tübinger Papstgaststätte Platz nehmen können. Dann hätten wir, denen es ähnlich ergeht, ihn interessanter finden können als uns selbst. Und allen wäre gedient gewesen. Nun ist Dostojewski ja durch Abgang im Februar 1891 längst kein Gegenwartsmensch mehr, der Stammtisch aber doch. Tut uns leid. Alles so verworren. Aber Platz am Stammtisch wär unter Umständen schon noch....

25
Sep
11

Stammtisch Unser Huhn, Papst Benedikt und Petra Pau

Verbeugungen, Diener, Knixe, Bücklinge

In Spiegel online wurde am 23. September eine richtige Frage gestellt: „Wer hätte zum Beispiel erwartet, daß ausgerechnet die Linke Petra Pau sich gar nicht oft genug vor dem Pontifex verbeugen konnte?“ Vielleicht tat es Pau, weil Benedikt Papscht XVI. gesagt hat: "Angesichts alles Schrecklichen, was in der Welt geschieht, gibt es heute Theologen, die sagen, Gott könne nicht allmächtig sein". Der Schöpfer des Himmels und der Erde sei aber doch allmächtig; er übe halt seine Macht nur anders aus, "als wir Menschen es zu tun pflegen". Und immer, vor allem in Zeiten der Not und des Umbruchs, sei er dabei den Menschen nahe.

Der Papst hat eine weiterhin treue Verbundenheit der Kirche in Deutschland mit dem Heiligen Stuhl angemahnt. Dann werde die Kirche in Deutschland ein Segen für die weltweite katholische Gemeinschaft bleiben. "Macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr fest in Christus geeint seid", hat er den Gläubigen zugerufen.

Besser hätte das alles der Stammtisch Unser Huhn auch nicht sagen können. Auch wir sind den Menschen nahe. Theologen, die sagen, Gott könne nicht allmächtig sein, wollen wir nicht am Stammtisch sehen.

Deshalb verlangen wir mit gutem Recht auch etliche Verbeugungen von der Pauschen vor dem Stammtisch.

Dann erst wäre sie vom Sau zum Pau geworden.

Und unsere Freude vollkommen.


24
Sep
11

Papst, Beck, Dalai Lama

Kein Zutritt zu den Toiletten

Soeben sprach eine Lügengestalt in höherem Auftrag vor dem Hohlen Haus, da will ein Grüner schon das nächste Lügenmäulchen hereinbitten, auf dass die Kollegen eine weitere mahnende Rede hören sollen. Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer, fordert, nach Benedikt XVI. nun auch die tibetische Badeschlappengottheit mit Kassengestell einzuladen, um dem Chines' Scherereien zu machen.

Er meint wohl, man kann jeden Hergelaufenen vor diesen MdB-Haufen placieren. Jedenfalls passt der tibetische Hasenfratz gut als Papst-Ersatz für diesen entenkackgrünen Krawattenträgerhaufen.

Der Unterschied zwischen der Partei Die Grünen und dem Stammtisch Unser Huhn:

Wenn wir Papst Ratzinger in die Papstgaststätte einladen, tun wir das in alter Verbundenheit mit dem Fundamentaldogmatiker, der in Tübingen lehrte und auch Stammgast der Papstgaststätte war, als sie noch Parkgaststätte hieß. Unsere Einladung zu gemeinsamem Tieftrunk und ausgiebigem Rosenkranzmelken gilt.

Der Dalai Lama
aber hat bei uns keinen Zutritt, bitte sehr. Nicht mal aufs Klo.