Archiv für November 2011

22
Nov
11

ohne orientierung

Sie wird es schon bald merken, die katholische Kirche e.V., wenn der Klüngelbeutel spärlicher gefüllt ist als bisher: sie will gerne so schnell als möglich ihr Weltbild loswerden – und hat doch keinen Ersatz! Das sieht nicht gut aus, vielleicht reisst sie noch die Kurve, wenn sie ihren Vorsitzenden Maledikt durch Harald Schmidt oder Dominique Strauss-Kahn ersetzt. Carpe diem!

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15
Nov
11

Elephantenspiele

Dickhäuter sind weder FDP-Mitglieder noch Wutbürger mit Stuttgarter Kopfbahnhofhintergrund

Der Elephant von Celebes
der hat am Arsch was Gelebes.
Aber er ist hoffentlich nicht Mitglied in der FDP.

Nein, Elephanten sind kluge Mitbürger.


Wir lesen:
Ein angeblich “wildgewordener” Elephant hat im indischen Bundesstaat Kerala ein “Besinnungswochenende” in einem katholischen Tagungshaus gestört und dabei mehrere besinnlich-besinnungslose Personen leicht verletzt. Eine Ordensfrau der Missionsschwestern der Unbefleckten Empfängnis, welche dieses Besinnungszentrum betreiben, “bezifferte” den "Sachschaden" mit “umgerechnet” 4400 Euro.

Die dumme Agentur sagt aus: “Weshalb das Tier so erregt war, ließ sich nicht mehr feststellen.”

Na, wir könnten uns was dazu denken.

14
Nov
11

Karl Mayer schreibt uns mal wieder

Der Stammtisch Unser Hund steht im besten Kontakt auch mit den Abgestorbenen

Wie ist denn die Witterung da draußen?“ Frägt Samuel Beckett. Nun, eben spürten wir einen leisen Wind, unmittelbar danach aber las der Stammtisch Unser Huhn ein Wind-Gedicht von Oberjustizrat Karl Mayer, welcher am 25. Februar 1870 zu Tübingen in der Gartenstraße verstarb.

In den Wind hinaus

Wo beginnst, wo hörst du auf,
Wind, in deinem schnellen Lauf?
Ohne
Ziel und Ursprungsstätte,
Bist du nur ein Glied der Kette
Die sich schon seit ew'ger
Zeit
Streckt durch die Unendlichkeit?
Was ist Anfang? was ist Ende?
Schufen, schaffen
Gottes Hände?
War ohn' Anbeginn die Welt
Und auf nichts, als sich, gestellt? -
Ach, wie bald dem Hirn entranken
Unzufassende Gedanken!


Tja, unzufassende Gedanken, die sich dem Gehirn entranken....
Da nehmen wir noch mal Samuel Beckeckt zur Hand:
„Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf nichts Neues.“

13
Nov
11

Zum Thema Wetterpropheten

Gutes Geld für milde Winter

Eine Meldung, die der Stammtisch Unser Huhn vor 30 Jahren aus der Zeitung ausgeschnitten hat:
Auf mehr als 800 handgeschriebenen Zetteln, an denen Zahlkarten hingen, hat ein „Wettermacher“ in Lübeck die Bürger aufgefordert, ihm jeweils 18 Mark zu überweisen. Der Zettelschreiber nannte sich Heinrich Poppe oder „Lach-Biwi“ und behauptete, durch seine „Kunst“ sei es gelungen, von 1964 bis 1981 „den Winter abzuschaffen“. In diesen Jahren habe es in der Bundesrepublik nur milde Winter und „gute, regenarme Sommer“ gegeben.
Eine erstaunliche Behauptung. Viel erstaunlicher aber: Etliche Bürger, die einen Zettel vom Lach-Biwi in ihrem Briefkasten fanden, zahlten tatsächlich den geforderten Betrag.
Jeder Bundesbürger, so wurde nämlich vorgerechnet, habe durch die von
Biwi Poppe eingeleiteten Maßnahmen etwa 150 Mark allein an Heizkosten eingespart. Bei 15 Millionen Familien seien das mehr als 38 Milliarden Mark.
„Da ich auch gerne Millionär wäre, überweisen Sie mir bitte mit der Zahlkarte einen Obolus von 18 Mark“, schrieb der Lach-Biwi.
Die Polizei wurde von einigen Bürgern alarmiert, sie fand durch umfangreiche Erwägungen bzw. Ermittlungen heraus, dass es sich um einen „harmlosen Spinner“ handelte. Aber der „Haken an der Geschichte“, so die Kripo, sei eben, dass bereits eine größere Zahl von Bürgern die angeforderten 18 Emmchen tatsächlich eingezahlt hätten. Die Polizei gab den Rat, den Geldbetrag zurückzufordern.

Ein Geschäftsmodell,

das durchaus erfolgversprechend klingt.
Gerade jetzt, wo die Goldbärenvorräte von EZB-Präsident Gottschalk zu Ende gehen und auch das
neuartige Schinkenspicker-Duo von der Rügenwalder-Pilawa-Mühle nur noch ein halblebiges Glücksversprechen zu sein scheint.

Hoffentlich hat Lach-Biwi Millionen kassiert und lebt noch fröhlich vor sich hin bis an sein seliges Ende

12
Nov
11

Rechtes Auge

CDU-Fraktion in Stuttgart kritisiert Verleihung des Georg Elser-Preises

Kaum bist Du mit der Staatsmacht konfr
ontiert, auf einmal hängen Dir die Augen raus. So geschehen Herr Dietrich Wagner am 29. September 2010 in Stuttgart. Der Mann, seither ohne Augenlicht umgeht,hat nun den Georg-Elser-Preis verliehen bekommen. In der Wahl sieht meine Fraktion eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus”, protestierte der CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Hitzler aus Dischingen. Klar, wer so einen herausragenden Widerstandskämpfer in seinen Reihen gehabt wie etwa Hans Filbinger, der unter großen Gefahren an der Seite Elsers “gegen einen Diktator und ein Unrechtsregime gekämpft” hat, der muss hohe Ansprüche haben.

11
Nov
11

NUr Mut!

Wir rufen zur Weiterfahrt

Es mag gerade so aussehen, als sei der Stammtisch Unser Huhn etwas unkonzentriert, weil mehrere Tage ohne Nachrichten von unserer Seite vergingen. “Aber”, sagen wir mit
Stepan Trofimowitsch Werchowenski, “unsere Zeit wird wiederkommen und wird alles, was jetzt schwankt und taumelt, auf den festen Weg führen. Was soll denn auch sonst aus der Welt werden?”

09
Nov
11

Verkehr beim Stammtisch

Lieber tübinger Bahnhof, sorry: Hauptbahnhof (nicht zu verwechseln in dieser Zeit mit Kopfbahnhof!). Das nächste Mal: nicht verzagen, Stammtisch fragen! Wir sind ja praktisch immer (Di, 20h – 22h) vor Ort!
(Danke Matze!)