Archive for the 'Papstgaststätte' Category

18
Sep
11

Bach zum 50.

Der Stammtisch scheut keinen Aufwand um das 50. Jahr der Parkgaststätte zu feiern

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21
Jan
10

Deutsche Sitten

Neulich im Finnenland

Neulich im Finnenland wurde die Finnland-Korrespondentin des Stammtischs Unser Huhn auf die „Sitten der Deutschen“ angesprochen, von einem ansässigen Tankstellenbesitzer. Zumeist, so sagte der Mann, werden sie in Bussen an die Rastplätze gekarrt und brechen bzw. fallen in Scharen stoßtruppweise in die Tankstelle ein. Sie seuchen erst die Sickergruben voll, packen dann ihre mitgebrachten Bierbänke aus, um sie zur Aufstellung zu bringen, in unmittelbarer Nähe ihrer Gulaschkanone, die sie vom Dach des Busses herunterhieven, anwerfen und fleißig befeuern. Was ist es, was da kocht? Gaisburger Marsch mit Siedfleisch? Metzelsupp‘? Was packen sie zum Trinken aus? Tannenzäpfle, Heinerle und Onkel-Dittmann-Saft?

Auf jeden Fall: „Sind alle satt, gehn alle nochma kakken.“ So der Tankstellenbesitzer, der jedes Mal vierlagiges Toilettenpapier nachholen muss. Das ist die Lage. Und immer, wenn der freundliche Finne die Deutschen fragt, warum sie eigentlich in die Rastanlage kämen, ohne irgendetwas zu kaufen, nuscheln sie: „Wollndochnumakukken“. Immer wieder dieses: „Wollndochnumakukken“.
Seither heißen die Deutschen in Finnland das

„Volk der Numakukken“.

Na, solang sie nur kukken und kakken….

Aus Finnland wird uns weiter mitgeteilt, dass ein Seifensteinverkäufer auf finnisch von vorn und hinten an- und ausgesprochen werden kann:

SAIPPUAKIVIKAUPPIAS

Niemand weiß jedoch genau anzugeben, was ein Seifensteinverkäufer eigentlich ist oder macht.

14
Jan
10

Papstgaststätte, Attempto

Zeugnisse unseres Wirkens

„Die Spannweite, Gründlichkeit und Ausdauer seines Schaffens lassen für die Zukunft noch einiges erwarten“.

Das hat die Pressestelle der Universität Tübingen im Jahre 1966 nicht etwa über den Stammtisch Unser Huhn gesagt. Vielmehr legte sie dieses Wort bei der Vorstellung des neuen Dogmatik-Professors Joseph Ratzinger in die Spalten der Zeitschrift „Attempto“. Eine Vorausschau von geradezu nostradamischer Tiefe. 1966 gab es den Stammtisch Unser Huhn noch gar nicht. Ja, sein Begründer wurde gerade erst geboren, was sicherlich im Nachhinein nur als ein großer Schritt in die richtige Richtung angesehen werden kann. Heute heißt die ehemalige Parkgaststätte zu Benedikts XVI. Ehren Papstgaststätte. Warum nicht gleich so?

14
Jan
10

Papstgaststätte und Korbinian

Korbinian Ratzinger

Die Papstgaststätte auf dem Europaplatz, in welcher der Stammtisch Unser Huhn (Tübingen, Papstgaststätte, Europaplatz) seine Sitzungen hält, steht unterm Schutzschirm des heiligen Korbinian, den unser Benedikt XVI. ganz besonders ins Herz geschlossen hat. Korbinian hieß ursprünglich Waldekiso und wurde etwa 670 geboren. Er zog sich schon in jungen Jahren mit frommen Gefährten in die Einsamkeit zurück. Auf der Wallfahrt nach Rom erweckte Korbinian, nur zum Beispiel, einen Gehängten namens Adalbert allein durch Handauflegen wieder zum Leben. (Der Strangulierte verschied danach wieder, weil Korbinian in verzückter Anbetung weiterlief und vergaß, den Leib vom Seil zu schneiden. Auch Heilige sind nur Menschen,) Am Fuße des Brenners in Tirol stellte Korbinian beim Erwachen fest, daß ein großer Problembär namens Edmund sein Pferd gerissen hatte und gerade mit dem Fleisch seinen Wanst fein dicke fraß. Erbost befahl K. dem wüsten Tier, sein Gepäck zu hockeln und nach Rom zu schleppen. Dort entließ der Heilige den gehorsamen Edmund, nicht ohne ihm die besten Segenswünsche mit auf den Rückweg zu geben. Der Bär suchte sich eine liebe Bärenfrau, machte viele gottesfürchtige Bärenkinder, nannte sie Bruno, Benno, Knut, Horst oder Karl Theodor usw., und ging schließlich ohne weiteres in die ewige Seligkeit ein.

Der Papst selbst machte aber den Korbinian zum ersten Bischof von Freising. Dort wirkte er bis an sein Lebensende gegen die blutschänderischen Aktivitäten des Herzogs von Bayern wie überhaupt gegen allgemein grassierende Lasterhaftigkeit und Sittenverfall. Die Gebeine des heiligen Korbinian ruhen im Dom von Freising und verströmen einen angenehmen Duft, den die Firma Febreze erfolgreich verwendet. Viele Jahre später, 1977, wurde Joseph Ratzinger Bischof von Freising und damit direkter Nachfolger des Korbinian und seines Problembären, bald darauf Kardinal. Er wählte symbolhaft den Bären Edmund zum Wappenzeichen, als den Bären, der vor der Herzverfettung des Habens und Genießens warnt. Mit Wohlgefallen wurde in Rom aufgenommen, dass der Stammtisch Unser Huhn eine Sankt-Korbinian-Gebetsstube im Untergeschoss der Papstgaststätte eingerichtet hat.

14
Jan
10

Papstgaststätte, zur Lokusproblematik

Fürbitte zur Papstgaststätte

Gütiger Benedikt der Sechzehnte,
erhör uns bitterlich Ächzende
und nach Lokus-Hygiene Lechzende!
Erlös uns von der Notdurftsqual
in Deinem frühern Stammlokal:
Schick uns ein zünftigs Urinal.
Wir wolln Dir mutig ein Loblied tuten,
peitschen uns dazu dankbar mit guten
parfümierten Stechginsterruten.

13
Jan
10

Papstgaststätte

Votivtafeln zum Erhalt der Papstgaststätte

Heiliger Sankt Korbinian,
All Deine Werk sind gutgetan,
so schütz auch unser Bierlokal
in diesem Palmer-Jammertal.

Gütigster Herr Benedikt,
den der Herrgott selber schickt,
wirf Deine eiserne Stirne
gegen jede Abrissbirne.

Heilige Glaubenskongregation zu Rom,
schwimm herab den Neckarstrom,
Zeig denen Deine Daumenschrauben,
die uns den Stammtisch wollen rauben.

Zarter Benedikt, großer Herr Papst,
der Du Dich an Aprikosenkuchen labst.
Wir erbitten gnädig Weizenbier-Penunzen
und einen gescheiten Ort zum Brunzen.

Gütiger Professor Wertheimer Jürgen
tu für uns bei der Jungfrau bürgen,
sie mög bei Gott Fürbitt einreichen:
Wir wolln in saubre Urinale seichen.

13
Jan
10

Papstgaststätte

Worum es uns geht

Unser Motto: Jetzt, wo wir es schon einmal sind, wollen wir auch Papst bleiben! In der Parkgaststätte am Europaplatz hat der jetzige Papst Benedikt XVI. während seiner Lehrtätigkeit in Tübingen Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, bis er pappsatt (sic!) war. Im Oktober 1961 wurde die Parkgaststätte seinerzeit zur Eröffnung von Stadtverwaltung und Gemeinderäten als „eine Visitenkarte der Stadt“ bezeichnet. Große Stunden hatte die Wirtin, wenn Professor Joseph Ratzinger bescheiden mit dem Fahrrad vorfuhr und zur Stärkung eine im Geschmack gleichbleibend gute Tasse Kaffee trank sowie ein bis zwei Stücke des allseits beliebten Aprikosenkuchens mit Pudding verzehrte. Der Grund, warum der Gelehrte hier einkehrte: in diesen rebellischen Tagen war die Parkgaststätte eines der wenigen Lokale ohne Oben-ohne-Bedienung. Zottelbärte und Blochianer hatten keinen Zutritt. Bis heute rühmt Benedikt XVI. die ruhige Atmosphäre in der Gaststätte, mit ihrem Ausblick auf den Eingangsbereich des Bahnhofs, aus dem Tag für Tag große Menschenmengen herausströmen, auf der Suche nach Orientierung. In keinem anderen Lokal in der Stadt wurde seither baulich so wenig verändert. Der Stammtisch Unser Huhn hat sich deshalb beim Landesdenkmalamt darum bemüht, das Gebäude unter Schutz stellen zu lassen. Die Stadt lässt heute ihr Eigentum sträflich verkommen. Immer wieder hört man auch von Plänen, daß im Zuge der Neugestaltung des Europaplatzes die Gaststätte ganz verschwinden soll. Dagegen wehren wir uns mit allen Mitteln, auch geistlichen. Der Ort, wo der Stammtisch Konklave hält zur Frage: Wer wird „The world’s next Küng“?, darf nicht plattgemacht werden. Möge eine gesunde Volksfrömmigkeit Einzug halten.




Unser Huhn

tempus fugit

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