Archive for the 'Tübingen' Category

09
Nov
11

Verkehr beim Stammtisch

Lieber tübinger Bahnhof, sorry: Hauptbahnhof (nicht zu verwechseln in dieser Zeit mit Kopfbahnhof!). Das nächste Mal: nicht verzagen, Stammtisch fragen! Wir sind ja praktisch immer (Di, 20h – 22h) vor Ort!
(Danke Matze!)

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16
Jan
11

Wirbel-Tiere

Da kann der Stammtisch nix dafür:

der Tübinger ist ein Wirbeltier,

er wirbelt gern in einem fort

und bleibt dabei doch stets vorort.

22
Jun
10

Tübingen ab in die Schweiz II.

Stammtischs Traum (2)

Stückchen für süsses Stückchen geht Stammtischs Traum in Erfüllung: Tübingen tritt der Schweiz bei! Bei 60% Unterstützung durch unsere wackeren Mitschwaben im Ländle müsste doch bald eine 99% Unterstützung im Städtle da sein. Odr?

kuckstu!

13
Jun
10

stammtischs traum

Ein alter Traum des Stammtisches – und Vorschlag an OBBP: Tübingen tritt aus der BRD aus und schließt sich der Confoederatio Helvetica (vulgo: Schweiz) an. Vorteile: stabiles Geld, Maut erheben an der B27, Rottenburg wäre endlich wieder Ausland (warum endlich?) und die Uni wäre nicht immer Schlusslicht inter pares.
Jetzt hat man langsam auch in der Schweiz das Großartige dieser Idee begriffen, macht natürlich -wie in der Politik üblich- einen großen Sack auf – wird aber am Ende mit Tübingen ganz zufrieden sein. Odr?

SVP-will-der-Schweiz-Nachbargebiete-einverleiben (Danke an unseren schweizer Korrespondenten DS!)

25
Mai
10

Und der Ekel, der Ekel wird auch immer größer!

Ein Thread gestern auf Facebook:

Eusebia Schreck:
„Und der Ekel, der Ekel wird auch immer größer!“ – J. Wertheimer
(Gestern um 12:30)

A. R.:
Herrlich, der alte Zausel!
(Gestern um 13:57)

Eusebia Schreck:
Ja, das war, als ich mit ihm und seinem Assi im Fahrstuhl nach oben gefahren bin, er mit Brezel und Kaffee. Beim Losfahren ruckelte der Fahrstuhl, und Wertheimer kippte seine halbe Tasse Kaffee gegen die Wand. Besagter Satz fiel. Im ersten Stock hielt der Fahrstuhl, und niemand stieg ein. Im zweiten hielt der Fahrstuhl, und niemand stieg ein, aber Wertheimers Intimfeind Phillippi lief vorbei, grinste und grüßte hämisch. Beim Aussteigen im dritten Stock meinte Wertheimer zu seinem Assi und mir (sinngemäß): „Jetzt ist aber wirklich alles an Katastrophen passiert, was auf dieser kurzen Fahrt passieren konnte!“ Ein unvergeßliches Erlebnis!
(Gestern um 14:42)

A. R.:
Ein bisschen erscheinen mir all diese Menschen im Rückblick wie Figuren aus einer tschechischen Kinderserie.
(Gestern um 15:22)

Eusebia Schreck:
Wie treffend!
(Gestern um 17:28)

M. W.:
Ein Hoch auf Fahrstuhlskurrilität
(Gestern um 18:12)

02
Apr
10

Abdera oder W.I.E.H.

Abdera oder W.I.E.H.

Wenn der Stammtisch so um sich herum schaut, da wo er arbeitet, ja auch dort wo „Stuttgart21“ realisiert wird, da fallen ihm die Abderiten ein:

Wenn sie, um lebhaft und geistreich zu sein, alle Augenblicke ins Possierliche fielen; wichtige Dinge leichtsinnig, und Kindereien ernsthaft behandelten;

das Volk oder ihren Rat um jeder Kleinigkeit willen zwanzigmal versammelten, um lange, alberne Reden für und wider über Sachen zu halten, die ein Mann von alltäglichem Menschenverstand in einer Viertelstunde besser als sie entschieden hätte;

wenn sie unaufhörlich mit Projekten von Verschönerung und Vergrößerung schwanger gingen,

und, so oft sie etwas unternahmen, immer erst mitten im Werke ausrechneten, daß es über ihre Kräfte gehe;

…und in zwanzig ähnlichen Dingen glaubten die guten Leute Athener zu sein, und waren – Abderiten.(Christoph Martin Wieland;Geschichte der Abderiten (1774), 7.Kapitel)

Wer kennt sie nicht, die Abderiten unserer Zeit? Sie leben unter uns, sie quälen und foltern uns .

Doch was machte Demokrit in dieser Lage?
Er lachte!

Er lachte virtuos und ansteckend, so dass alle mitlachen mussten und die abderitischen Damen „machten anfangs Miene als ob sie Widerstand tun wollten; aber es war keine Möglichkeit gegen das verzweifelte Crescendo auszuhalten. Sie wurden endlich davon wie von einem reißenden Strom ergriffen; und da die Gewalt der Ansteckung noch dazu schlug, so kam es bald so weit, daß die Sache ernsthaft wurde. Die Frauenzimmer baten mit weinenden Augen um Barmherzigkeit….Aber Demokrit hatte keine Ohren, und das Gelächter nahm überhand…

Zum Unglück hatten zwei oder drei von unsern Schönen nicht daran gedacht, ihre Personen gegen alle mögliche Folgen einer so heftigen Leibesübung in Sicherheit zu setzen. Scham und Natur kämpften auf Leben und Tod in den armen Mädchen.

Vergebens flehten sie den unerbittlichen Demokrit mit Mund und Augen um Gnade an; vergebens forderten sie ihre vom Lachen gänzlich erschlafften Sehnen zu einer letzten Anstrengung auf.
Die tyrannische Natur siegte, und in einem Augenblick sahe man den Saal, wo sich die Gesellschaft befand, u**** W***** g****.(5.Kapitel)

Kurz: am Ende hatten die Abderiterinnen alles vollgepisst.

22
Jan
10

Land unter!

Hölderlinsche Schreckensvision

Das Ehepaar Helga und Winfried Buder stammt aus Ettlingen und war im April 1996 zu Gast in Tübingen. Nachher erzählten sie in einem Leserbrief: “Dann sind wir zum Hölderlinturm gegangen, doch da stand auf gut schwäbisch: ‚Closed‘. So ging diese Begegnung in die Hose.

Ganz anders erging es dem japanischen Botschafter Bunroka Yoshino, der 1980 in die Stadt kam. Ein Höldderlin-Verehrer. “Meine Sehnsucht war es, den Hölderlinturm zu sehen,“ tönte er vorher. Im Angesicht des Turms allerdings erlitt der Mann vor Rührung einen Schwächeanfall, wurde ohnmächtig und musste in die Klinik gebracht. Als es ihm besser ging, war keine Zeit mehr übrig und er musste zurück nach Bonn ins diplomatische Glied. Bunroka Yoshino starb vermutlich in einer Geißblattrankenhütte am Fuß des Berges Fujijama, schneebedeckten Haupts, mit einem Samurai-Säbel im Leib, gänzlich ohne den Hölderlin-Turm gesehen zu haben.

Eine Schreckensvision des Stammtischs Unser Huhn (Tübingen, Papstgaststätte) besagt: Es kommen etliche riesige Reisebusse in die Stadt, mit zweieinhalbtausend Personen Fassungsvermogen, fahren mehrfach unter Führung von OB Palmer ums Zacharias Zinser-Dreieck herum. Dann klettern sie alle, alle heraus und hasten, mit Videokameras und Photoapparaten bewaffnet, in Richtung Neckar. Mit dem Ziel Hölderlinturm. Abertausende. Und alles Japaner. Vor Aufregung schnatternd. Von oben und von unten strömen sie, über Eberhardsbrücke und Indianerstegle, aus allen Richtungen.

Der erste steht noch nicht vor der Tür, da machen sie sich allesamt im selben Moment vor lauter Rührung in die Hose. Bzw. Bundfaltenröcke.

Der Hölderlinturm! Die Sehnsucht!

Diesen plötzlichen ungeheuren Harndrang kann der Neckar nicht verkraften, er schwillt über und reißt alles mit sich, die Insel wird unterspült, ein reißender Strom nimmt die Platanen mit sich fort. Das Silcher-Denkmal wehrt sich noch eine Weile, dann taucht es unter, heroisch den rechten Arm erhoben. Man hört eine gespenstische Stimme gurgeln: Ich hatt‘ einen Kameraden. Bis es sich schließt , das Leichentuch der Wasseroberfläche.

Wir fragen die Stadtverwaltung, im Bewußtsein, „daß es keinen hundertprozentigen Schutz gibt“ (ZDF-Terrorismus-Experte Elmar Theveßen):

Hat die Stadtverwaltung für solche Katastrophenszenarien angemessene Pläne in der Chefschublade?
Sollten Japaner generell Einreiseverbot für Tübingen erhalten?
Stehen genügend Urinbeutel zur Verfügung?
Denkt man an die Verabreichung eines Anti-Rührungsserums vor Antritt der Reise?
Braucht man im Hölderlinturm-Eingangsbereich Nacktscanner?
Kann im Notfall die Bundeswehr eingreifen?
Es muss ja nicht gleich Oberst Klein sein.




Unser Huhn

tempus fugit

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